profile

DANIEL PABST born in 1971 (Vienna/Austria)

studied jazzguitar and composition
worked in projects with
lukas ligeti, tom zlabinger, fritz novotny, harri stoijka, mia zabelka, noel akchoté, martin philadelphy, sylvie lacroix, john peterson, gerald preinfalk, karl ritter, martin siewert, didier hampl, christoph dienz, chris janka, emanuel preuschl, claudius jelinek, ao.,
composed
the opera "der automatische teufel" premier 2000 in dietheater künstlerhaus.
performances
live on TV, on air, in Europe and USA
venues
Wiener Konzerthaus, Porgy and Bess, Austrian Cultural Forum NYC, The Stone/NYC, Ancienne Bélgique/Bruxels, B-Flat/Berlin, ao.
plays and composes for the projects
TRAFO ElectricGuitarQuartet || Tricsson
leaderships
PABST and NoisyTownGroove
Diskografie:
> PABST - " Songs For A Hopeless Minder" 2011 - 212 Records 001
> TRAFO " trafism " 2008/ Extraplatte: EX 812-2
> NoisyTownGroove/rurban 2007/ Extraplatte/Vienna
> dezibel 6to6 string/ 2007 distr.: extraplatte/vienna
> trafo "relais" 2006 distr.: hoanzl/vienna
> trafo "dogtales" 2005 distr.: hoanzl/vienna
> kontext "rückblende" 2004 distr.: sounddesign SD 10272
> kontext/ 2003 distr.: sounddesign SD10264
> claudius jelinek "pozor vlak" distr.: claudius jelinek
> chris janka "no sid but git" 2005 distr.: chris janka

among others

german issues

grundsätzliches

musik ist für mich eine sprache in der ich mich ernst nehmen kann. mein leben ist mit dem täglichen erleben des "nicht - möglichen" verbunden. im moment der improvisation ist es mir möglich, die brutalität des lebens zu formulieren und mir dadurch erträglich zu machen.

der weg


Ich nehme Gitarreunterricht, bin total blockiert und habe viel zu viel Respekt vor der Materie, aber der Zauber der Klänge ist so stark, dass ich nicht aufhöre. Eigentlich glaube ich, dass ich ohne Musik in die komplett verkehrte Richtung gelaufen wäre. Wer kann es schon wissen, aber meine Basis war beschissen. Komplexbeladen, ehrgeizig, begleitet von imensen Spannungen, die immer wieder in schwere Depressionen umschlagen. Der Traum die Musik dazu zu verwenden um auszubrechen, ein anderer unantastbarer Mensch zu werden, platzt. Im Gegenteil, meine Abgestumpftheit schwindet. Das eingeschüchterte Kind in mir kommt zum Vorschein. Mein Studium besteht aus Selbstzweifel, Scham vor der eigenen Minderwertigkeit. Ich trinke. Manchmal grenzwertig. Meine Aggressionen verpacke ich in Bücher in denen ich in großen Lettern die Welt, meine Familie, mich beschimpfe. Der Wille zu immer wieder kehrender Selbstzerstörung ist groß, und doch komme ich immer wieder zu mir und versuche mich aus dem Dreck zu ziehen.

gelegentliches

... kaputt fühle ich mich, will mir nicht sagen lassen, was gut für mich ist, sein könnte. Ich will es spüren, leben, die Sicherheit gewinnen, dass mein Handeln, Denken, Schöpfen authentisch, unverwechselbar ist, bis in das kleinste Detail mein Wesen ist. Nicht im Sinne eines abgeschlossenen Systems, aber im Sinne eines nicht oktroyierten Empfindens der eigentlichen Existenz. Ich bin und möchte keine Scham vor dem emotionalen Ausdruck des Moments empfinden und doch spüre ich diese Grenzen, die sich tief in mein Gewissen gefurcht haben. Ich möchte loslassen, endlich inneren Frieden
haben, nicht die ständige Angst vor der eigenen Courage, die im Keim schon erstickt was das Leben erst wirklich bereichert. Was hast du dir zu vergeben, wo doch klar ist, dass alles ein Ablaufdatum hat?

 

 

poem

zeilen an ....

du hast mich enttäuscht,
vom alkohol gezeichnet,
hab ich vergänglich,
dich gesehen.

es ist zeit zu gehen,
ein anderer wind muß wehen,
lang genug mußte ich gestehen,
niemand nah zu sein.

die angst zu verlieren hat mich
beschränkt, mir keinen atemzug
geschenkt, es ist zeit zu geben.

ein bißchen leben will ich bewegen,
um zu zeigen, du bist zugegen.